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Archiv LGL

Kommentar zur Lehrerkonferenz 2004

  • die ganze konferenz (vom singen über kassenberichte bis zum abschliessenden kulturellen teil) bewegte sich auf einem sehr hohen niveau. danke, leni.
    • finde ich auch suverän!

Keine Aufnahme in die Kantonsschule Glarus:

Wie sag ichs meinem Kinde?

«Juhui, wir haben bestanden» —aber aus spartechnischen Gründen wurde der Kantonsschule Glarus verwehrt, 16 qualifizierte Schüler in die 1. Klasse des Untergymnasiums aufzunehmen.

Liebe Politiker, wie würden Sie es Ihrem Kind erklären, dass es die Aulhahmeprüfüng zwar bestanden hat, es aber keinen Platz mehr fmdet, weil aus einem landrätlichen Beschluss heraus das Untergymnasium in Zukunft nur noch mit zwei statt mit drei Klassen geführt wird? Ist es sinnvoll, bei der Bildung unserer Kinder, der Hofthungsträger von morgen, dem Potenzial unseres Kantons, zu sparen?

Wir würden uns wünschen, dass in Zukunft von Ihrer Seite mehr Transparenz bei Volksabstimmungen an der Landsgemeinde gezeigt würde. Vielleicht würden Traktanden wie zum Beispiel Einführung von Schulgeldern vom Volk anders angegangen werden, wenn ein Gesamtpaket (in diesem Fall im Bildungswesen) bereits im Voraus dem Volk unterbreitet würde. Ist es letztlich nicht ein Hohn, dass die Fehler von uns Erwachsenen zu Lasten der Kinder fallen?

Jedes Kind hat das Recht, seinen Fähigkeiten entsprechend eingeschult werden zu können.

Familie Hertach und Familie Blaser, Niederumen

Lesebrief im Fridolin vom Donnerstag, 31. März 2005 http://www.fridolin.ch


2 Gedanken:

Es ist ein absolutes pädagogisches Armutszeugnis einer Schule, wenn sie ausser Stande ist, vor der Selektion felstzulegen, welches die nötigen Kriterien sind, dann diese zu prüfen und diejenigen, die sie erfüllen auch aufzunehmen.

Hypotetische Frage: Was tut die Kanti, wenn in einem Jahrgang zufälligerweise doppelt so viele Lernende die Kriterien erfüllen würden? Und was tut sie, wenn es plötzlich die Hälfte wäre? Diese rein quantitative Selektion ist einer anständigen Schule unwürdig.

Wenn Bedarf an Kantiplätzen da ist, sind sie gefälligst bereitzustellen.

Aber bitte: Bevor wir alle auf der Kanti rumhacken - wie sieht's denn mit "Gerechtigkeit" bei den übrigen Selektionen in die Oberstufe aus? Wie wird Unterschieden begegnet, die bestehen zwischen einzelnen 6.Klass-Lehrkräften, zwischen einzelnen Gemeinden? Nimmt man von der Gemeinde A mehr Kinder in die Sek, weil sie durchschnittlich schlechtere Noten bekommen? Oder jene von der Lehrerin B, die bekanntermassen sehr viel strenger beurteilt?

Diese Frage nach der Qualtiät unserer Schulen, deren Erhalt und Steigerung, wir zu zaghaft gestellt - vor allem von uns Lehrkräften.

Richard Wehrli, 3. April 05


  • Zum Leserbrief Eugen Rusterholz Info-Beauftragter LGL
    • >"Mit Ausnahme des Faches Latein entspricht deren Stoffprogramm dem Untergymnasium und der Zugang zur 3. Klasse der Kantonsschule ist gewährleistet."
    • Das stimmt wohl für Mathematik. In der Praxis gibt es beim Fach Musiktheorie (Promotionsfach) Probleme. Das müsste verbessert werden. Wenn man das Problem sieht, könnte man bei Parallelklassen das ohne zusätzliche Kosten mit zwei verschiedenen Gruppen lösen - mit Musiktheorie und ohne. In Französisch und Englisch gehen die Gymasiallehrer dort weiter -müssen Sie wohl auch-, wo die Gymnasialschüler stehen. Jetzt wird das zwar auch etwas verbessert, da auch die Sek schon mit der ersten Klasse mit Englisch beginnt. Schüler, welche die Probezeit aus oben stehenden Gründen nicht schaffen, oder Schüler, welche nach der Sek die Aufnahhmeprüfung nicht mehr schaffen, erhalten dann meist noch eine Lehrstelle. Also alles nur halb so schlimm! Zu wenige oder keine Lehrstellen hat es dann für einzelne Realschüler/innen. Es hat keine überflüssigen Lehrstellen. Ob das Ganze unter dem Strich eine Sparmassnahme ist, wage ich zu bezweifeln. Sparen heisst verzichten. Hier wird nur alles verschoben, bis es wie immer die Schwächsten trifft. AndresStreiff Reallehrer

Zu den Gedanken von Kollege Richard Wehrli

Lieber Richard

Ich kenne dich leider nicht persönlich, so dass ich an diser Stelle eine kleine Replik auf deine etwas unqualifizierte Schreibe vom 3. April anbringen will. Du schreibst, dass es "ein absolutes pädagogisches Armutszeugnis einer Schule" sei, "wenn sie ausser Stande ist, vor der Selektion felstzulegen, welches die nötigen Kriterien sind, dann diese zu prüfen und diejenigen, die sie erfüllen auch aufzunehmen." Du hast dir offenbar überhaupt keine Gedanken gemacht über die Hierarchie der Entscheidungsträger an der Kantonsschule. Sonst wüsstest du, dass die Schullleitung der Kanti weder über die Einführung des Numerus Clausus noch über die Ausführungsbestimmungen entscheiden kann. Dies obliegt alleine den politischen Behörden (Landrat und Regierungsrat)!! Die Schulleitung und der Lehrkörper der Kanti sind ausschliesslich ausführende Organe! Wenn du also beim nächsten Mal über jemanden herfahren willst, dann erkundige dich vorher über die Hintergründe!

T. Schriber, Kanti-Lehrer für Physik, 3.11.2205


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© A. Streiff, Oberstufenlehrer. Alle können eigenverantwortlich mitmachen, habt etwas Mut! last change: August 5, 2006